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Beheizungsstruktur deutscher Haushalte im Alt- und Neubau

Der Hauptteil des gesamten Endenergieverbrauchs für Wärme entfällt mit 46 Prozent auf die privaten Haushalte. Dieser hohe Anteil liegt nicht zuletzt an häufigen Defiziten bei der Gebäudedämmung sowie dem verbreiteten Einsatz veralteter, ineffizienter Heizungsanlagen. Nicht einmal ein Viertel der rund 18 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland ist jünger als zehn Jahre und damit auf dem Stand der Technik. Mehr als 70 Prozent der Öl- und Gasheizungen sind älter als 15 Jahre.

Nach wie vor basieren heute rund vier Fünftel aller Heizsysteme im Wohnungsbestand auf Verbrennungstechnologien. Der Großteil der Wärmeversorgung in Deutschland wird immer noch mit fossilen Brennstoffen gedeckt. Gleichzeitig sind die Potenziale zur Energie- und Emissionseinsparung im Gebäudebereich gewaltig. Sowohl mittels einer Verbrauchsreduzierung durch verbesserte Dämmung und effizientere Heizungsanlagen, als auch durch den verstärkten Einsatz regenerativer Energiequellen bei der Wärmegewinnung.

In der Hälfte aller zwischen 2009 und 2011 errichteten Neubauten wurden Wärmeerzeugungsanlagen auf Basis Erneuerbarer Energien eingesetzt. Unter den dezentralen (nicht wärmenetzgebundenen) Technologien wurden am häufigsten Wärmepumpen verwendet (in 27 Prozent der Neubauten), gefolgt von Solarthermieanlagen (in etwa 20 Prozent der Neubauten) und von Anlagen zur Nutzung fester Biomasse, z.B. Holzpelletheizungen (in etwa 5 bis 7 Prozent der Neubauten).

Allerdings ist die Bedeutung des Neubausektors für die Entwicklung des Gesamtbestands von Wärmequellen relativ gering, da hier nur niedrige Zubauraten zu verzeichnen sind. Lediglich für die Technologien Wärmepumpe und zentrale Biomasseheizungen ist dieser Sektor relevanter. Im Jahr 2011 wurden etwa 60 Prozent der zugebauten Wärmepumpen und etwa ein Drittel der Biomasse- Zentralheizungen in neue Gebäude eingebaut. Bei Solarthermieanlagen wird derzeit nur rund jede siebte Anlage auf Neubauten errichtet.

Trotzdem sprechen Experten von einem Modernisierungsstau in deutschen Heizkellern. Im Jahr 2011 wurden 16 Prozent weniger Heizungen eingebaut als noch 2006. 78 Prozent der Heizanlagen in Deutschland sind weiterhin nicht auf dem aktuellen Stand der Technik und verbrauchen im Vergleich zu modernen Anlagen unnötig viel Energie.