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Die Bedeutung des Wärmemarktes und der Anteil der Erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch

Während im Wärmesektor die Prozesswärme im Jahr 2016 einen Anteil am Endenergieverbrauch von 39 Prozent einnahm (543 TWh), lagen Raumwärme und Klimakälte bei  52 Prozent (720 TWh) und Warmwasser bei  9 Prozent (119 TWh). Der gesamte Energieverbrauch im Wärmebereich lag also 1382 TWh (hier finden Sie eine Grafik zum Verlauf). Der Endenergieverbrauch aller Sektoren  insgesamt lag 2016 bei  2542 TWh, somit beansprucht der Wärmesektor etwas mehr als die Hälfte.

Mitte 2011 hatten die Erneuerbaren Energien einen Anteil von mehr als zehn Prozent am gesamten Wärmeverbrauch in Deutschland. Das bedeutet eine Verdoppelung des Anteils binnen knapp zehn Jahren und entspricht 144 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Wärme.

Innerhalb des regenerativen Anteils am Wärmemarkt stellt vor allem die feste Biomasse gut drei Viertel des Angebots. Hier fallen insbesondere die circa 15 Millionen Einzelfeuerstätten (Scheitholzöfen und -kamine) ins Gewicht sowie in geringerem Umfang die Holzzentralheizungen (ca. 185.000 Holzpelletheizungen, ca. 90.000 Scheitholzheizungen und ca. 11.000 Hackschnitzelheizungen bis 100 Kilowatt (kW) Leistung). Einzelfeuerstätten wie Scheitholzöfen und -kamine dienen im Gegensatz zu Holzzentralheizungen in der Regel nicht der ganzjährigen automatisierten Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser für Gebäude, sondern beheizen oft nur einzelne Räume.

Andere feste Bioenergieträger wie z.B. Abfall, aber auch flüssige Bioenergieträger wie Pflanzenöl und Schwarzlauge sowie gasförmige Bioenergieträger wie Wärme aus Biogas, Klärgas und Deponiegas spielen bisher eine nur geringe Rolle. Ihr Beitrag zur erneuerbaren Wärmeversorgung liegt bisher auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie Solarthermie, Erdwärme und Umweltwärme (z.B. aus Umgebungsluft oder Abwasser). Ein Viertel des regenerativen Anteils am Wärmemarkt ergibt sich aus Wärme aus Biogas, Pflanzenöl, Solarthermie und Erd- bzw. Umweltwärme.

2011 waren in deutschen Gebäuden 500.000 Wärmepumpen und 1,7 Millionen Solarthermieanlagen installiert. Erneuerbare Energien hatten 2009 einen Anteil von rund neun Prozent an der in Netzen verteilten Wärme. Darunter ist z.B. Wärme aus Biogasanlagen zu verstehen, die über Nahwärmenetze an Endverbraucher geleitet wird. Die so genannte tiefe Geothermie, bei der heißes Wasser aus einer Tiefe von mindestens 400 bis mehreren Tausend Metern gefördert und direkt zur Nah- oder Fernwärmeversorgung genutzt wird, spielt deutschlandweit noch eine relativ geringe Rolle.