Mein Klimawechsel! Nutzen Sie die Vorteile regenerativer Heizsysteme!

Holzpellets ermöglichen komfortables und klimafreundliches Heizen. Doch wie werden sie eigentlich hergestellt? Die Grafik erklärt den Produktionsablauf einer typischen Holzpelletierungsanlage:

Für Pellets, die in hauseigenen Pelletöfen verwendet werden, gilt die DIN-Plus-Norm. Ihr Ausgangsmaterial ist Industrierestholz aus Sägewerken, d.h. Sägemehl und Sägespäne. Das Holzmaterial wird über den Schubboden in die Anlage eingespeist . Zuerst ist es wichtig, Fremdmaterialien wie Metalle und Steine zu entfernen. Dies geschieht im Metall- und Schwergutabscheider. Anschließend wird das Holzmaterial in der Hammermühle auf eine maximale Größe von vier Millimetern zerkleinert. Über ein Förderband gelangen die Holzspäne in eine Trocknungsanlage, wo ihnen bei 90°C Wasser entzogen wird. Um zu gewährleisten, dass die Holzpellets insgesamt eine gute Klimabilanz vorweisen, sollte die Energie für den Trocknungsprozess mit Hilfe Erneuerbarer Energien gewonnen werden. Sinnvoll ist hierfür etwa eine angeschlossene Biogasanlage oder ein Biomasse-Heizkessel, welche die nötige Prozesswärme bereitstellen können.

Nach der Zwischenlagerung der Holzspäne im Trockensilo werden sie zum Konditioneur transportiert. Dieser misst ihren Wassergehalt, um sie abhängig von den Messergebnissen noch einmal zu befeuchten. Das ist notwendig, um das Lignin an der Oberfläche der Pellets als Klebstoff zu aktivieren. Das bekannte Harz ist nichts weiter als überschüssiges Lignin, das aus den Zellen ausgetreten ist. Aufgabe des Konditioneurs ist es, einen einheitlichen Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15 Prozent zu gewährleisten. Nur ergänzend wird im Konditioneur bis zu einem maximalen Anteil von zwei Prozent auch Stärke zugegeben.

Für circa 10 bis 15 Minuten werden die Holzspäne im Reifebehälter zwischengelagert, damit das Wasser gleichmäßig in sie eindringen kann. Erst dann werden die Holzspäne in das Herzstück der Pelletierungsanlage – die Matrizenpresse – transportiert. Unter hohem Druck und bei einer Temperatur von etwa 40°C bis 50°C wird die Masse gepresst und durch die Bohröffnungen der Matrize gedrückt. Dadurch erhalten die Pellets ihre charakteristische Form. An der Außenseite der Matrizenpresse schneidet ein Messer die Pellets auf eine Länge von 5 bis 45 Millimeter zu. Abhängig von der Größe der Bohröffnungen haben die Pellets einen Durchmesser von 5 bis 8 Millimetern. Die Späne verkleben durch das im Holz enthaltene Lignin und die zugegebene Stärke.

Abschließend werden die Holzpellets im Kühler mit Hilfe eines Luftstroms ausgekühlt und damit ausgehärtet. Über ein Sieb werden Abrieb und zerbröselte Pellets abgeschieden und zum Trockensilo zurückgeführt, um von hier erneut den Prozess zu durchlaufen. Gelagert werden die Pellets bis zu ihrem Abtransport zum Endverbraucher im Pelletsilo.

Die grafische Darstellung der Herstellung von Pellets auf der Webseite www.unendlich-viel-energie.de