Mein Klimawechsel! Nutzen Sie die Vorteile regenerativer Heizsysteme!

Wärmepumpen im Altbau

Ob für Bewohner von Bestandsgebäude der Umstieg auf eine Wärmepumpe sinnvoll ist, können Sanierungswillige feststellen, in dem sie einen einfachen Selbsttest machen.

Die Versorgung von Gebäuden mit Raumwärme und Warmwasser sowie die Bereitstellung von Prozesswärme für die Industrie machen rund 58 Prozent des gesamten Endenergiebedarfs in Deutschland aus. Hier herrscht ein gigantisches Potenzial für Energieeinsparung und Klimaschutz. Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) gehen davon aus, dass rund 70 Prozent der 20,7 Millionen Heizungen, die deutsche Wohnungen und Häuser mit Wärme versorgen, ineffizient und veraltet sind. Nur rund ein Viertel der Heizungsanlagen im Gebäudebestand sind nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf dem Stand der Technik.

Die Erneuerung der Heizungsanlage ist in vielen deutschen Kellern daher mehr als überfällig. Wer heute über einen Umstieg auf eine effiziente Neuanlage nachdenkt, kann auf eine breite Palette Erneuerbarer-Energien-Heizungsanlagen zurückgreifen – von der Solarthermieanlage über die Biomasseheizungen bis hin zur Wärmepumpe. Zwar sind Anlagen auf Basis regenerativer Quellen in der Anschaffung üblicherweise noch teurer als Konkurrenzprodukte auf Basis fossiler Ressourcen, aber im laufenden Betrieb günstiger, womit die höheren Investitionskosten über die gesamte Betriebsdauer mehr als ausgeglichen werden können. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert außerdem die Investition in Erneuerbare-Energien-Anlagen über das Marktanzreizprogramm mit Zuschüssen und mit günstigen KfW-Krediten. Beispielsweise wird der Kauf einer erdgekoppelten Wärmepumpe mit 4.000 Euro unterstützt.

Ob für Bewohner von Bestandsgebäude der Umstieg auf eine Wärmepumpe sinnvoll ist, können Sanierungswillige feststellen, in dem sie einen einfachen Selbsttest machen. An einem kalten Tag soll die Vorlauftemperatur des vorhandenen Heizkessels auf 50 Grad gestellt werden und die Thermostate der Heizkörper aufgedreht werden. Wenn die Temperatur noch gemütlich bleibt, reichen die Dämmung und Heizflächen für den Betrieb einer Wärmepumpe aus. Wenn die Antwort „Ja“ lautet, ist es dann wichtig, genügend Platz entweder für die Aufstellung der Luft/Wasser-Wärmepumpe oder für die Erdwärmebohrung draußen zu haben. Mehr Information zu Wärmepumpen im Altbau stehen auf der Seite www.heizen-im-gruenen-bereich.de.