Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet bei der KfW


6. Juli 2021

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet bei der KfW

Instrumente, Wirtschaftlichkeit

Die Bundesregierung entwickelt die Förderung effizienter Gebäude weiter: Zum 1. Juli 2021 startet bei der KfW die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ mit attraktiven Förderangeboten für Neubau und Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Damit stehen nun für alle Fördermaßnahmen der BEG wahlweise eine Kredit- oder Zuschussförderung zur Verfügung.

Die BEG fasst die bestehenden verschiedenen Kredit- und Zuschussförderungen des Bundes im Gebäudebereich zusammen und schafft eine einheitliche Förderstruktur sowohl für Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude. Hauseigentümer können mit nur einem Antrag finanzielle Unterstützung bekommen, auch wenn sie mehrere Maßnahmen beantragen. So kann z.B. die Förderung für eine fachgerechte Planung und Baubegleitung zusammen mit der geplanten Baumaßnahme beantragt werden.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Jede Fördermaßnahme ist künftig entweder durch einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss oder einen direkten Investitionszuschuss durch die KfW oder (bei Zuschuss für Einzelmaßnahmen) das BAFA möglich.
  • Die Fachplanung und Baubegleitung wird jetzt auch für Nichtwohngebäude gefördert.
  • Die Antragstellung einschließlich der Förderung für die Baubegleitung erfolgt zentral bei KfW oder BAFA.
  • In der neuen „Effizienzhaus EE“-Klasse führt die Nutzung Erneuerbarer Energien zu einer Erhöhung des Fördersatzes um weitere 5 Prozentpunkte (Bestandsimmobilie) bzw. 2,5 Prozentpunkte (Neubau).
  • Gebäude mit Zertifizierung „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ erhalten über die neue „Effizienzhaus NH“-Klasse ebenfalls eine erhöhte Förderung. Informationen zum Qualitätssiegel werden auf dem Internetportal www.nachhaltigesbauen.de veröffentlicht.
  • Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz werden besonders gefördert.
  • Die stufenweise Umsetzung eines zuvor erstellten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) erhöht die Förderung zusätzlich um 5 Prozentpunkte.
  • Zur Qualitätssicherung ist grundsätzlich eine Energieeffizienz-Expertin oder ein Energieeffizienz-Experte aus der Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) einzubinden.

 

Weitere Informationen unter http://www.kfw.de/beg und www.deutschland-machts-effizient.de.

Das könnte Sie auch interessieren:


Dokumentation zur Online-Tagung: Urbane Wärmewende – Wie Städte sich klimaneutral mit Wärme versorgen können

Praxis, Wärmeplanung

Am Mittwoch, den 23. März 2022, fand die Online-Tagung 'Urbane Wärmewende - Wie Städte sich klimaneutral mit Wärme versorgen können' statt. Es wurden unter anderem Projekte zu den Themen städtische Wärmewende, Wärmewende in Berlin, energetischem Sanieren und mehr vorgestellt. Eine Übersicht und die Ergebnisse der Veranstaltung finden Sie in der Dokumentation zur Online-Tagung (diese finden Sie unten).

Mehr

Am Mittwoch, den 23. März 2022, fand die Online-Tagung 'Urbane Wärmewende - Wie Städte sich klimaneutral mit Wärme versorgen können' statt. Es wurden unter anderem Projekte zu den Themen städtische Wärmewende, Wärmewende in Berlin, energetischem Sanieren und mehr vorgestellt. Eine Übersicht und die Ergebnisse der Veranstaltung finden Sie in der Dokumentation zur Online-Tagung (diese finden Sie unten).


MVV und Vulcan Energie kooperieren für klimaneutrale Wärme in Mannheim

Wärmeplanung, Wirtschaftlichkeit

Mannheim, 5. April 2022 - Das Mannheimer Energieunternehmen MVV und die in Karlsruhe ansässige Vulcan Energie Ressourcen GmbH, kurz Vulcan, haben einen über 20 Jahre laufenden Wärmeabnahmevertrag unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung, die 2025 in Kraft treten soll, wird Vulcan erneuerbare Wärme mit einem Gesamtvolumen zwischen 240 und 350 Gigawattstunden pro Jahr an MVV liefern. Insgesamt können so zirka 25.000 bis 35.000 Mannheimer Haushalte sicher mit heimischer klimaneutraler Energie versorgt werden. 

Mehr

Mannheim, 5. April 2022 - Das Mannheimer Energieunternehmen MVV und die in Karlsruhe ansässige Vulcan Energie Ressourcen GmbH, kurz Vulcan, haben einen über 20 Jahre laufenden Wärmeabnahmevertrag unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung, die 2025 in Kraft treten soll, wird Vulcan erneuerbare Wärme mit einem Gesamtvolumen zwischen 240 und 350 Gigawattstunden pro Jahr an MVV liefern. Insgesamt können so zirka 25.000 bis 35.000 Mannheimer Haushalte sicher mit heimischer klimaneutraler Energie versorgt werden. 


Kosten der Planung und Durchführung von Projekten zur kommunalen Wärmewende

Forschung, Wirtschaftlichkeit

Ein Beitrag von Fraunhofer IEE Im Rahmen des Projektes „Kommunale Wärmewende“ wurde ein erster Eindruck mittels einer Umfrage zu den Kosten der Wärmewende für die deutschen Kommunen gewonnen. Da Kommunen unterschiedliche Bedarfe, Ressourcen und Potenziale für die Wärmewende haben, ist es nicht möglich, repräsentative und für alle Städten und Gemeinden geltende Kosten zu veröffentlichen. Daher werden im Folgenden einige beispielhafte Projekte und deren Folgekosten vorgestellt, um eine Annäherung an die Realität der klimafreundlichen Transformation der Wärmeversorgung in Städten zu ermöglichen.

Mehr

Ein Beitrag von Fraunhofer IEE Im Rahmen des Projektes „Kommunale Wärmewende“ wurde ein erster Eindruck mittels einer Umfrage zu den Kosten der Wärmewende für die deutschen Kommunen gewonnen. Da Kommunen unterschiedliche Bedarfe, Ressourcen und Potenziale für die Wärmewende haben, ist es nicht möglich, repräsentative und für alle Städten und Gemeinden geltende Kosten zu veröffentlichen. Daher werden im Folgenden einige beispielhafte Projekte und deren Folgekosten vorgestellt, um eine Annäherung an die Realität der klimafreundlichen Transformation der Wärmeversorgung in Städten zu ermöglichen.