Digitale Pressekonferenz: Was Kommunen für die Wärmewende benötigen? Erfahrungen aus Baden-Württemberg


20. September 2021

Digitale Pressekonferenz: Was Kommunen für die Wärmewende benötigen? Erfahrungen aus Baden-Württemberg

Politik, Wärmeplanung

Am 14. Oktober 2020 beschloss der Baden-Württembergische Landtag das Klimaschutzgesetz zu ändern und so die Wärmeplanung – ein wesentliches Instrument für den langfristigen Umbau der nachhaltigen Wärmeversorgung – in den Mittelpunkt zu rücken.

Die Pressekonferenz findet am 7. Oktober von 14 bis 15:30 Uhr online statt. Die dort besprochenen Maßnahmen der Gesetzesänderung sind ein wegweisender Impuls für die kommunale Wärmewende:

  • Stadtkreise und große Kreisstädte sind verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2023 einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen.
  • Auch die übrigen Gemeinden können einen Wärmeplan erstellen.
  • Stadtkreise und Kreisstädte erhalten eine Förderung, um den kommunalen Wärmeplan zu erstellen.

 

Die Wärmewende ist eine wichtige Baustelle im Bereich des Klimaschutzes: Aktuell verursachen jedoch Gebäude etwa 30 Prozent des CO2-Austoßes. Aus diesem Grund sieht der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung vor, dass der Gebäudebereich im Jahr 2030 nur noch 70–72 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausstoßen soll. Dies entspricht einer Minderung um 66–67 Prozent gegenüber 1990.

Für das Erreichen der Klimaschutzziele kommt den Kommunen eine entscheidende Rolle zu, da sie bei der Erstellung von Wärmeplänen zur koordinierenden, fördernden und fordernden Instanz werden. Wie die Ergebnisse einer Befragung im Rahmen des Projektes „Kommunale Wärmewende“ zeigen, erschweren jedoch insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen die Durchführung von Wärmeprojekten in Kommunen bundesweit.

Zusammen mit Vertreter*innen der Politik, der Energieagenturen und der Kommunalverwaltung wollen wir über die Auswirkungen des neuen Klimaschutzgesetzes in Baden-Württemberg und das Potenzial dieses für andere Bundesländern diskutieren.

  • Welche Erfahrungen aus Baden-Württemberg kann man auf andere Bundesländer übertragen, um die kommunale Wärmewende anzustoßen?
  • Wie kann die Politik handeln, um Kommunen bundesweit bei der nachhaltigen Transformation der Wärmeversorgung erfolgreich zu unterstützen?
  • Wie hat sich die Wärmeplanungspflicht auf den Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg ausgewirkt?

 

Gäste

  • Tilo Kurtz, Referatsleiter Energieeffizienz von Gebäuden, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  • Dr. Max Peters, Leiter Kompetenzzentrum Wärmewende, KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH
  • Martin Lautenschlager, Stabstelle Wirtschaftsförderung, Stadt Baden-Baden

 

Moderation: Anika Schwalbe, Pressesprecherin, Agentur für Erneuerbare Energien e. V.

 

Programm

  • 14:00 Uhr: Begrüßung, technische Hinweise
  • 14:05 Uhr: Impuls: Herr Tilo Kurtz, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
  • 14:20 Uhr:  Fragen
  • 14:30 Uhr:  Impuls: Dr. Max Peters, KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH
  • 14:45 Uhr:  Fragen
  • 14:55 Uhr:  Impuls: Herr Martin Lautenschlager, Stadt Baden-Baden
  • 15:10 Uhr:  Fragen
  • 15:20 Uhr:  Abschluss

 

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZwrf-uopzovEtM3PVvD2jiM0WU7ewyL2LRa.

Die Veranstaltung ist Teil des DBU-geförderten Projektes „Kommunale Wärmewende“, durchgeführt von der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. und dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE.

Kontakt
Agentur für Erneuerbare Energien e.V.
Anika Schwalbe
Tel.: 030 200535 52
a.schwalbe@unendlich-viel-energie.de
Twitter: @RenewsTweet

 

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